der Weg zu mir

Wenn ich einem Menschen begegne, dann sehe ich ihn ganz. Das hat mich früher verwirrt, zumal die Person dieses „ganz gesehen werden“ – gar nicht selbst wahrgenommen hat. Es schien ihn (ich bleibe bei der männlichen Form) regelrecht zu überfordern.

Bevor ich überhaupt daran gedacht habe mit diesem Wissen [alles ist Energie] zu arbeiten, musste ich erst differenzieren, in wie weit das „Gefühlte“ (die Schwingung) in Gegenwart eines Anderen mit mir zu tun hat. Das hieß stets abgrenzen und leer machen. Fühlen, atmen, hier sein. Das tat weh, wenn ich es nicht bewusst angenommen hatte. Als nicht-Meins. Mit Energien zu arbeiten, diese so nah zu erkennen ist – v.a. als Wissenschaftlerin – eine harte Nuss, die man erstmal knacken muss. Diese Nuss ist da, war immer da und daher musste ich sie knacken, wenn ich an das Innere wollte. Also begann ich die Schale abzutragen. Schritt für Schritt, es zu leben, nicht mehr dagegen zu arbeiten, nicht mehr davor zurückzuschrecken, vor allem dann wenn die Grenzen doch übertreten wurden.

Das hieß auch große Veränderungen in meinem Leben, ständig, viele, manchmal kurz hintereinander. Manchmal stieß ich auf Unverständnis. Manchmal war der Weg klar und ich entschied es konsequent, wie ein Arbeitsplatzwechsel, manchmal war es eine schmerzhafte Loslösung, eine Trennung oder Tod eines geliebten Menschen. Jeder Einzelne dieser Schritte brachte mich ein wenig mehr zu mir selbst. Zeigte mir mehr von mir und der Kraft, die innewohnt. Einer Kraft, die durch Akzeptieren wächst, die durch Ablenkung sinkt.

Die Energie von Pflanzen oder Tieren wahr zu nehmen ist anders. Das Universelle, die Verbindung mit allem Lebendigen ist deutlich erkennbar. In der freien Natur passt alles perfekt zusammen, ist aufeinander abgestimmt. Es gibt keine wirkliche Unordnung, die keinen Sinn macht. Es regelt sich von Selbst. Wenn nichts bzw. niemand in diese biologische Einheit eingreift, wie z.B. kann dies ein Ungleichgewicht im natürlichen Lebensraum oder die Vermenschlichung bei Haustieren bewirken. Sensible Biologin zu sein bringt mich diesem großen Ganzen so nah.

Beim Menschen, ist es anders. Jeder hat eine speziellere Schwingung. Eine Herausforderung bestand für mich darin, zu unterscheiden: wo steht der Mensch wirklich, was macht er gerade, wovon ist er blockiert oder was hat er erreicht und – wo kann er wachsen, was ist sein tatsächliches Ich, das Potential, das er mit bringt, wenn er sich nicht ablenken lässt. Was kann er dazu tun, um Jetzt dieses Ich zu leben. Was kann er ändern oder einfach akzeptieren. Die Promotion in Gesundheitsförderung hat mir weiter die Augen geöffnet. Das Coaching in der Lehrerbildung war eine wunderbare Erfahrung.

Ich sehe diesen Kern des Menschen. Wenn ich mich auch manchmal wundere, warum er/sie diese Kraft noch nicht lebt. Dieses strahlende, göttliche Wesen. Dann erinnere ich mich wieder, dass genau dies der Weg ist, der Seelenweg jedes Einzelnen. Wir haben immer die Wahl. Jede Sekunde neu zu entscheiden, ein Leben voller Begeisterung zu leben.

Dazu gehört, sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist, an genau diesem Punkt ist es perfekt. Alles Vergangene hat einen geformt, stark gemacht um im Jetzt los zu leben und zu lieben. Alles ist möglich. Vieles lässt sich in körperlichen Signalen lesen, in der Seele, dem Geist, der Schwingung. Alles ganzheitlich betrachten, um die nächsten Schritte zu gehen.

spurenimschnee

www.christinegeier.com

4 Antworten zu „der Weg zu mir”.

  1. so schön. ich bin ja sehr interessiert an dem was du da machst. mal schauen, was daraus wird. liebgrüß

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    1. Hallo, das freut mich! was meinst Du, was mit „draus wird“? 🙂

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      1. vielleicht führt mein weg mich in diesem jahr ja mal zu dir. 🙂

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        1. das wäre genial! freu

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