Baby’s Haut

Unsere Haut spiegelt den Zustand des Inneren, sie spricht für Körper, Geist und Seele eine deutliche Sprache. Diese gilt es zu verstehen um sinn-voll insgesamt zu heilen.

Ich habe ein paar Informationen zum Thema Milchschorf bei Babys (cradle cap = „Wiegenkappe“) zusammengetragen: Vorsicht leicht zu verwechseln mit Kopfgneis (Überproduktion der Talgdrüsen)

Was ich sehr überraschend fand: Es liegen keine modernen wissenschaftliche Erkenntnisse vor. Allerdings ist es wohl für das betroffene Kind nicht belastend, es sei denn es juckt extrem. Der Milchschorf kommt zumeist im Kopf(Stirn)bereich vor, kann sich aber auch auf Wangen, Hals etc. bemerkbar machen. Für Mamas ist es ein ästhetisches Problem. Daher wird natürlich versucht die Haut wieder „schön“ zu bekommen. Viele schwören auf Behandlung mit Baby-Öl, d.h. über Nacht einweichen und dann die Hautschüppchen abkämmen. Dies muss wirklich nicht sein! Wenn dann nur Öl ohne Parfüm verwenden! Die Haut darunter ist noch sehr empfindlich und leicht gerötet. Man geht davon aus, dass Milchschorf bei unseren Vorfahren in der Steinzeit als Schutz“kappe“ gedient haben könnte – gegen alle möglichen äußeren Einflüsse.

Unsere Haut zeigt, das etwas im „Inneren“ nicht stimmt (z.B. die Darmfunktion). Bei Säuglingen kann es auch eine Reaktion auf die Muttermilch sein, d.h. etwas das Mutter isst oder „lebt“.

Unterstützung aus der Natur:

  • Äpfel essen: helfen generell beim Entgiften der Haut (z.B. als frischer Apfelbrei, mit Hirsebrei zusammen doppelt sinnvoll)
  • Wilde Stiefmütterchen als Tee, Globuli (Viola tricolor) oder Umschläge
  • wenn es juckt: Calcium carbonicum D6: allgemein hilfreich bei allergischen Reaktionen; ist das Mittel bei extremem Milchschorf (Anzeichen können auch O-Beine sein)
  • Natrium chloratum D6 als Globuli, Tabletten oder Schüssler-Salbe Nr. 8 (Vorsicht: kann Hautreaktion hervorrufen, vorher unbedingt testen!)
  • Cardiospermum D3.: ist das „homöopathische Cortison“ falls die Haut juckt (enthalten auch in Eubos Kinder Ruhe Gesichtscreme)
  • Rhus toxicodendron: hilft bei akutem Juckreiz (wenn das Kind sehr unruhig ist und viel strampelt etc.); Anwendungsgebiete: Hautprobleme mit Blasen, geschwollene und brennende Hautstellen; die Haut schält sich ab.
    Bei Ekzemen, Acne rosacea, Windpocken, einer Gürtelrose, auch bei Herpes und Windelausschlag.
  • Galphimia glauca: das Zaubermittel bei Allergien (Heuschnupfen, und auch Neurodermitis)
  • Silicea (Kieselsäure): generell ein sinnvolles Mittel für die Haut (Bindegewebe etc.), z.B. auch bei rissigen Nägeln (einfach mal überprüfen) und Kopfschmerzen
  • wenn gar nichts davon hilft und die Haut ständig wieder trocken, gereizt und juckend ist, hilft Sulfur (Schwefel), D 12 – 2 Globuli täglich, bis es ausheilt. Achtung: hier kann es zu einer Erstverschlimmerung kommen, daher mit einem Globuli austesten und keine höhere Potenzierung wählen ohne dies mit einem Arzt etc. abzusprechen!
  • Natrium sulfuricum, z.B. als Schüssler-Salz (Nr. 10) bei nässenden Ekzemen; es ist generell das Salz zum Ausleiten.

Ansonsten:

  • sinnvolle Pflege (weniger ist mehr! besser gezielt cremen und nur ausgewählte Produkte verwenden, z.B. Öle – Tipp: Bahnhofsapotheke Stadelmann)
  • neutrales Waschmittel für Sensible Haut ohne Parfüm, Zusatzstoffe, etc. verwenden
  • viel Nähe, der neue Erdenbürger sollte sich geschützt und „wohl in seiner Haut fühlen“, d.h. kuscheln so oft wie möglich, Massagezeiten (Buchtipp: „Sanfte Hände“)
  • Geheimtipp: Kaufmann`s Kindercreme!

Am Allerbesten:

  • LICHTZEITEN – viel draußen sein, das hilft wirklich! Nach 2 Tagen intensiv Luft und Licht tanken ist die Haut so gut wie „neu“. (Natürlich nicht in die direkte Sonne und auf die richtige Kleidung achten!)

Wichtig: nicht verrückt machen (lassen): die Hautreaktion muss nicht bleiben, es kann alles nur eine vorübergehende Störung oder Anpassung an die Lebensumstände sein! Auch wenn überall von „möglicher nachfolgender Neurodermitis“ die Rede ist, es hilft viel mehr im Jetzt zu leben, mit  dem Baby zu „kommunizieren“ (vorerst natürlich durch Gesten, Mimik und Augen) und der Heilung eine Chance zu geben – durch positives Denken und glückliche Momente.

Behandlung geschieht inividuell, d.h man sollte selbst einschätzen, sowohl Stärke, Dauer – durch Kennenlernen des eigenen Körpers und des Kindes. Auf Allergien achten! Die Informationen ersetzen nicht den Gang zum (Kinder-)Arzt oder Heilpraktiker / Homöoopathen!

Weitere Quellen: u.a. Natur und Heilen: 1/10-14ff, Januar-Ausgabe 2010 auf Seite 14; Homöopathische Mittel: http://www.homoeopathie-homoeopathisch.de

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