Schwangerschaft

Schwangerschaft, eine der intensivsten Phasen im Leben einer Frau. Es ist die Chance sich ganzheitlich mit sich zu befassen, das (Selbst-)Bewusstsein zu fördern. Ständig in Kontakt und Kommunikation mit dem ungeborenen, neuen Leben. Gemeinsam ein gutes Team bilden. Auf sich achten. Fühlen, horchen, geschehen lassen. Jeden Tag aufs Neue. Hier habe ich einige wertvolle Tipps zusammengetragen, die mir gerade selbst in dieser Phase begegnet sind und helfen. Bereits 9 Monate gesunde und achtsame Schwangerschaft habe ich erleben dürfen.

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Was der werdenden Mama gut tut:

  • Frische Luft und Natur erleben, leichte Spaziergänge – natürlich passend gekleidet.
  • Obst und Gemüse, aber nicht übertreiben – sonst kann der Körper auch übersäuert werden (Sodbrennen).
  • Ein geregelter Tagesablauf mit disziplinierten Essenszeiten: dabei kann man sehr gut auf seinen Geschmack vertrauen, denn genau das braucht der Körper und die Versorgung des Nachwuchses.
  • Ausreichend Schlaf, v.a. vor Mitternacht ist der Schlaf sehr wichtig!
  • Yoga für Schwangere,  hilft dabei beweglich zu bleiben, die Muskeln zu stärken (Beine und Rücken, um die Belastung durch den wachsenden Bauch zu tragen und die Mutterbänder zu entlasten).
  • Auf- und Ausräumen, Balast los werden. Buchtipp: Fengshui – gegen das Gerümpel des Alltags.
  • 1 mal pro Stunde 1 Glas Mineralwasser (am besten Stilles, mit Kohlensäure kann bei Sodbrennen helfen).
  • Ein Gymnastikball als Sitzgelegenheit entlastet den Rücken, man ist stets in Bewegung – falls man noch viel am Rechner sitzt.
  • Bei Wassereinlagerung: regelmäßig Wasser trinken, Ananas essen, falls verträglich ein wenig Brennesseltee (aber in Maßen!) und nur wenn man gesund ist.
  • Ischias-Schmerzen: bedingt entweder durch den Druck des wachsenden Kindes oder durch anderweitiges Einklemmen des Nerves. Oftmals spielen die Gesäßmuskeln eine entscheidende Rolle. Auch wenn es weh tut, hilft hier Bewegung: langsames Spazierengehen um die Muskeln zu lockern; Übungen im Vierfüßlerstand (Katzenbuckel, Beckenkreisen, Fuß nach hinten dehnen) um das Gewicht des Kindes vom Nerv zu holen; mit einem Igelball massieren (lassen) und Wärme auf die betroffene Stelle (oft ist es in einer Pobacke) – Achtung beides nur wenn keine Vor-Wehen da sind; im Liegen ein Kissen unterlagern, evtl. unter den Bauch, damit wieder Entlastung eintreten kann; eventuell auch homöopathische Mittel (Nux vomica) aber bitte nur in Absprache mit Arzt oder Hebamme!

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Was frau vermeiden sollte:

  • Beim Baden nicht über 38 °C. Keine Aromaöle verwenden, die Wehen auslösen.
  • Manche Kräuter und Gewürze sind tabu (da wehenfördernd): z.B. Petersilie, Rosmarin, Basilikum, Ingwer, Minze, Zimt, Nelken,…
  • Zu viele „gut gemeinte“ Gespräche über „wie man sich verhalten sollte“, können einen ganz schnell aus der eigenen Mitte bringen.
  • Zu viel Literatur die verwirrt oder Angst macht. Lieber nur zeitweise in wohlfühl-Literatur blättern: z.B. das Mami-Buch. Eigentlich trägt frau alles Wissen bereits in sich. Bei bewusster Wahrnehmung und hinein-fühlen kann dies jeden Moment neu abgerufen werden.
  • Keine zu enge Kleidung tragen, da das Kind Platz braucht. Oft  tief in den Bauch atmen, das erleichtert es dem Nachwuchs auch. Es gibt sehr bequeme Hosen mit hohem, elastischen Bund, der zusätzlich die Lenden wärmt. Außerdem kann eine zu enge Hose Ischiasschmerzen verstärken/bewirken.
  • Natürlich kein Alkohol, Nikotin oder Koffein. Das schadet u.a. Mamas Leber, Hirn und Nieren. Und geht sofort über den Blutkreislauf zum Kind. Dies kann sich auch später noch in einem veränderten Verhalten des Kindes zeigen.
  • Bitte keine Haare färben, Tönen oder Strähnen – denn all die Stoffe gelangen über die Haarwurzel ebenso in den Blutkreislauf. Bioprodukte (ohne Erdöl, PEG,…) zur Pflege verwenden.
  • Ärzte geben oftmals brauchbare Tipps, aber der Körper alleine weiß, ob es wirklich Sinn macht. Beispielsweise bei Eisenmangel auf eisenreiche Nahrung umstellen kann genügen, man muss nicht wochenlang Tabletten schlucken. Abklären!

Sonstige Tipps:

  • Bei Sodbrennen hilft oft Gleiches mit Gleichem (also Zitrusfrüchte) und ein Glas Milch, Hebammen bieten hierzu auch gute Akupunktur an.
  • Eine Dusche kann sehr entspannend sein, hinterher mit kalten Wechselbädern der Beine (aber vorsichtig), hilft bei geschwollenen Füßen oder Kreislaufproblemen.
  • Auch in der Schwangerschaft gilt, wer gesund sein möchte, der genieße alles in Maßen. Ein zu viel an verschiedenen Dingen, kann bereits zu Unwohlsein oder frühzeitigen Wehen führen. Lerne bewusst hinzuhören und genügend Pausen zu machen. Buchtipp: Die Hebammensprechstunde (Ingeborg Stadelmann).
  • Meiner Erfahrung nach ist es wichtig, seine Gefühle zu leben. Also auch wenn man wütend ist oder traurig – nicht verdrängen! Lieber Druck abbauen und sich liebevoll beim Nachwuchs entschuldigen für die unangenehmen Gefühle etc. Vieles wird gerade während der Schwangerschaft aufgearbeitet, das hilft später auch beim sinnvollen Mutter sein.
  • Bei der Geburt: eine Position wählen, die dem einfachen Gebähren dient: Vierfüßlerstand oder Gebärhocker. So haben schon unsere Ur-Vorfahrinnen Kinder geboren. Nach der Evolutionstheorie ist die Zeit des Menschen auf der Erde noch sehr „jung“, d.h. gewisse Verhaltensweisen sind vergleichsweise noch sehr aktuell und unser Körper perfekt dem angepasst.
  • Das „Lied des Lebens“ – vielleicht schenkt Dir Mutter Erde eine Melodie für den neuen Erdenbürger. Diese dann merken / aufnehmen und dem ungeborenen sowie später erwachsenden Menschlein regelmäßig vorsummen, – singen. So war das ein Ritual in manchen Urvölkern.
  • Aromaöle können stark beeinflussen, hier sehr vorsichtig sein. Rosmarin hilft z.B. bei sehr niedrigem Blutdruck, ausprobieren oder Experten fragen.
  • Wertvolle Informationen auf bambiona.de Es gibt ein E-book zum kostenlosen Download auf ihrer Seite.

Zu guter Letzt: Pausen während der Schwangerschaft tun nicht nur der Seele der Frau gut, sondern helfen dem Körper sich auf alle Neuerungen anzupassen. Vieles was Wichtig war wird erst einmal nach „später“ verschoben. Kein schlechtes Gewissen haben, wenn man der Langsamkeit fröhnt. Dennoch sollte Bewegung (v.a. an der frischen Luft) nie zu kurz kommen!

Einfach bei allem was Du tust Zeit nehmen und genießen! Alles andere kommt von selbst.

Schwangeren-Fotos aus den vergangenen Jahren der sensiblen Fotographie von Frauen – copyright Feenographie!

Ich aktualisiere diesen Artikel ständig.

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